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Nicht nur für Agenten: Das Sony Ericsson C902 Cyber-shot
Wenn James Bond in “Ein Quantum Trost” das Sony Ericsson C902 benutzt, hat das einen guten Grund: Das Edel-Handy aus schwedisch-japanischer Produktion bietet, sowohl was den Funktionsumfang, als auch das Design betrifft, dem Agenten ihrer Majestät einen überaus nützlichen Begleiter in jeder Situation.
Das Äußere
Ein großes Display mit einer Auflösung von 320 x 420 Pixeln und eine schwarze Oberfläche in Klavierlack-Optik machen das Sony Ericsson C902 zu einem echten Hingucker. Das schlicht gehaltene, schnörkellose Handy passt dank Maßen von 108 mm Länge, 49 mm Breite, gerade einmal 12 mm Höhe und einem Gewicht von 108 Gramm locker in jede Anzug- oder Hosentasche. Die das vollkommen schwarze Handy an den Seiten unterbrechenden silbernen Streifen verstärken den eleganten Eindruck des C902 noch einmal.
Die Kamera
Die 5-Megapixel-Cybershot-Kamera (2.560 x 1.920 Pixel) mit integriertem Zoom liefert, zumindest bei Tageslicht und einer ruhigen Hand, gestochen scharfe Bilder. Leider fehlt dem Sony Ericsson C092 ein eingebauter Blitz, stattdessen muss man beim Fotographieren von geheimen Plänen in relativ dunklen Ecken mit einer LED-Lampe auskommen, was der Qualität der Bilder leider abträglich ist.
Um die Kamera zu aktivieren, muss das Kopfteil des Handys herausgezogen werden. Das erinnert an die berühmte Ritsch-Ratsch-Kamera von Agfa, die zu den aktiven Agentenzeiten von Sir Roger Moore auf den Markt kam. Mit dem Herausziehen wandelt sich das Display teilweise in einen Touchscreen um: Am oberen und unteren Rand erscheinen jeweils vier Symbole, mit denen sich zum einen die verschiedenen Kameramodi und zum anderen Optionen aufrufen lassen. Suboptimal gelöst ist dabei der Umstand, dass durch einen Druck auf das jeweilige Optionssymbol zwar eine Auswahl an Voreinstellungen erscheint, diese aber durch die Navigationstasten unter dem Display benutzt werden müssen. Bei den ersten Malen der Kamera-Benutzung wird dies noch verwirren, doch mit der Zeit gewöhnt man sich daran.
Ansonsten liefert die Kamera dank 262.144 Farben wunderbare Bilder von der Umgebung und kann bei Ausflügen ins Casino Royale dank Bildstabilisator und Gesichtserkennungsfunktion als Ersatz für eine Kompakt-Digitalkamera dienen. Zumindest, wenn man eine Speicherkarte kauft, denn mit gerade einmal 136 MB ist der interne Speicher nicht gerade riesig. Allerdings können Anwender das Handy mit Speicherkarten mit bis zu acht Gigabyte erweitern.
Der Musikplayer
Das Sony Ericsson C902 ist laut Produktnamen eindeutig ein Fotohandy. Der Qualität des Musikhörens auf dem C902 tut das allerdings keinen Abbruch, man könnte das Gerät auch als “Walkman-Handy” bezeichnen. Denn der eingebaute Musikplayer liefert einen hervorragenden Klang, zumindest beim Hören über gute Kopfhörer. Bässe und Höhen kommen zum Einen eindrucksvoll wummernd, zum Anderen klar und rein daher. Die eingebauten Lautsprecher und das mitgelieferte Headset können dahingegen nicht überzeugen und sollten wirklich nur zum Klingelton-Wiedergeben dienen, da ein leicht metallischer Unterklang und gelegentliches Rauschen bei den Bässen das Hörvergnügen sonst leicht sabotieren kann.
Die Bedienung
Die Beurteilung der Handhabung des C902 fällt im Gegensatz zu den bereits erwähnten Punkten nicht ganz so positiv aus. Sicherlich, der Menüaufbau und die Benutzerführung im Handy selbst ist, wie eigentlich immer bei Sony-Ericsson-Handys, ausgezeichnet gelungen. Die zwölf Menü-Icons sind unverwechselbar und können nach Belieben in ein Raster, eine Dreh- oder Einzelnavigation umgestellt werden. Auch der Aufbau in den Untermenüs ist sehr übersichtlich und macht es auch Sony-Ericsson-Neulingen sehr leicht, sich zurechtzufinden und alle Einstellungen schnell auf die eigenen Bedürfnisse abzuändern.
Nicht ganz so gelungen ist das Tastatur-Design. Denn die Tasten des Ziffernblocks sind alle nach unten hin abgeneigt und schwer zu drücken. So entsteht zwar ein ausgezeichnetes haptisches Gefühl, doch spätestens beim Tippen von längeren SMS wünscht man sich an Stelle dieses Gefühls eine leichter gängige Tastatur. Außerdem lässt sich die SIM-Karte zwar wunderbar einführen, aber das Herausnehmen ist ohne lange Fingernägel oder griffbereite Pinzette eine recht schwere Geschicklichkeitsübung. Dieser sehr große Kritikpunkt trifft allerdings auch auf jedes andere Handy zu, das ich kenne.
Das Handy im Alltag
Was zuerst am Sony Ericsson C902 auffällt: Der Lithium-Polymer-Akku hält ewig. Laut Herstellerangaben mehr als 16 Tage im Standby-Modus und immer noch um die fünf Stunden bei einem Dauertelefonat. Da das aber wohl kaum jemand macht, dürfte ein Akku-Aufladen erst alle anderthalb Wochen notwendig sein. Da freut sich Daniel Craig sicher, denn wenn er um die Welt reist um Le Chiffres Hintermänner zu finden, denn es ist ja nicht immer eine Steckdose parat.
Angenehm ist auch, dass sich die Helligkeit des Displays an die der Umgebung anpasst: So leuchtet das Handy im Dunkeln weniger stark, um den Anwender nicht zu blenden. Besonders dankt man das dem Gerät am Morgen, wenn man noch schlaftrunken den Handywecker ausschaltet.
Die Internet-Fähigkeiten des C902 sind allerdings noch ausbaufähig: Zwar lädt es Websites dank UMTS mit HSDPA (Phase II mit max. 3,2 Mbit/s) schnell, passt sie jedoch nicht dem Display an, was dem Surfspaß eher abträglich ist. Das Installieren eines alternativen Browsers, etwa dem Opera Mini, kann dieses Problem allerdings beheben.
Lieferumfang
Im Lieferumfang des Sony Ericsson C902 ist ein Akku-Kabel, ein USB-Kabel, ein Headset und die obligatorische Synchronisations-Software enthalten. Diese funktionierte allerdings nicht unter Windows Vista (Premium Home Edition mit Service Pack 1). Auch der Sony-Ericsson-Support konnte zu diesem Problem noch nichts sagen und scheint das Antworten auch eingestellt zu haben. Zwar kann das C902 noch als normaler Wechseldatenträger angeschlossen und somit Daten zwischen Handy und PC verschoben werden, doch eine wirkliche Synchronisation ist dies nicht.
Gutes Multimedia-Handy
Alles in allem ist das Sony Ericsson C902 Cyber-shot ein gutes Multimedia-Handy, dass für viele Situationen des täglichen Lebens ein angenehmer, sowohl durch Eigenschaften als auch durch Design bestechender, Begleiter ist: Die hervorragende Kamera eignet sich für Schnappschüsse von Partys, Portraitaufnahmen und Landschaftsfotografien, während der Musikplayer die Musik für die Fahrt in eine fotografierenswerte Umgebung in ausgezeichneter Qualität liefert. Der lang anhaltende Akku schließlich ermöglicht eine lange Betriebszeit und verhindert das Ausgehen im unpassendsten Moment.
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